Schlagwort-Archive: Tiere

Oben im Harz ist noch Winter

Bitte bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen

Der Harz ist momentan zweigeteilt – aber in unten und oben. In den unteren Lagen ist durch die hohen Temperaturen und die Sonneneinstrahlung der letzten Tage der Frühling eingekehrt. Neben dem wunderschönen Erleben dieser Jahreszeit ist hier die erhöhte Vegetationsbrandgefahr wieder auf die Tagesordnung gerückt.

Anders sieht es in den Hochlagen aus. Hier liegt noch Schnee in unterschiedlichen Mächtigkeiten, durchaus auch mal bis zu einem halben Meter und mehr. Winterstürme und Schnee haben etliche Wege zubrechen lassen. Sobald der Schnee weggetaut ist, werden diese Wege schrittweise wieder für die BesucherInnen geöffnet.

Unsere dringende Bitte: Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen, um den Wildtieren in dieser Zeit die Ruhe zu lassen, die sie brauchen. Denn derzeit findet sich wenig Nahrung im Wald und das Laufen im Schnee im Wechsel zwischen Tauen am Tag und kälteren Nächten kann für die Tiere sehr anstrengend werden, weil sie immer wieder in den Schnee einbrechen – das ist kräftezehrend und kann zur Erschöpfung bis hin zum Tod führen, so Sabine Bauling, die Fachbereichsleiterin Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz.

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Zoos sind sichere Ausflugsziele

Verbände wollen Familien im Lockdown-Stress entlasten.

Berlin (ots) Die verbandlich organisierten zoologischen Gärten und Tierparks haben sich gestern mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer gewandt: Darin bitten sie darum, ab März wieder ihre Türen öffnen und Familien im Lockdown-Stress ein sicheres Ausflugsziel bieten zu dürfen.

Lebendiger Schulunterricht kann durch die pandemiebedingten Schließungen derzeit in den meisten Zoos nicht stattfinden.

In ihrem Schreiben betonen der Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten, Prof. Dr. Jörg Junhold, und seine Kollegen Gert Emmrich von der Deutschen Tierpark-Gesellschaft und Eckhard Wiesenthal vom Deutschen Wildgehege-Verband den Umstand, dass ihre Tierparks und zoologischen Gärten seit dem ersten Tag der Pandemie die zum Schutz der Bevölkerung vor Covid-19 notwendigen Maßnahmen mittragen. „Wir haben die zwingende Notwendigkeit über lange Monate gegenüber unseren jährlich insgesamt mehr als 50 Millionen Besuchern vertreten, auch wenn uns die Einnahmen fehlen“, sagt Jörg Junhold, selbst Zoodirektor in Leipzig. „Wir betrachten uns als verlässlichen Partner der Politik.“

Angesichts sinkender Infektionszahlen und dem steigenden sozialen Druck in vielen Familien könnten die Zoos Eltern und Kindern die Möglichkeit zum Ausgleich bieten. „Wir erleben es doch auch selbst: Im Lockdown-Stress fehlen nach Monaten zu Hause dringend geschützte Räume für sichere Ausflüge erst recht bei dem verlockenden Wetter“, sagt Präsident Jörg Junhold. „Und die Hygienekonzepte unserer Mitglieder sind erprobt. Die stufenweise Öffnung der Außengelände und der geschlossenen Tierhäuser sowie die Aussteuerung von Kapazitäten lassen sich in Abstimmung mit den regionalen Behörden jederzeit an das Infektionsgeschehen anpassen.“ Aktuell haben nur die Tiergärten in Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und dem Saarland geöffnet.

Die Verbandspräsidenten dankten in dem Brief Bund, Ländern und Kommunen ausdrücklich für die gewährten Leistungen zur Unterstützung, auch wenn sie aufgrund verschiedener Organisationsformen nicht allen zoologischen Gärten und Tierparks zugutekommen konnten.

Über den VdZ

Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbandes (WAZA). Aktuell gehören zum VdZ 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien. Zu den Schwerpunkten des VdZ gehören die Vertretung der Mitgliederinteressen, die Kommunikation und Kooperation mit Behörden, Politikern, Wissenschaftlern, Verbänden und den Medien. Weiterhin unterstützt der Verband Natur- und Artenschutzprojekte, sowie Bildung und Forschung in Zoos.

Web: vdz-zoos.org

Zoo Magdeburg – Freude über Ameisenbären-Jungtier

Tollpatschiger Rüssler ist eine zoologische Rarität

„Es liegt ein Jahrzehnt zurück, das im Zoo Magdeburg die Nachzucht eines Großen Ameisenbären geglückt ist.

Nur 20 Große Ameisenbären wurden in den vergangenen zwölf Monaten weltweit in Zoos geboren. Umso größer ist jetzt die Freude: am 8. Februar 2021 erblickte ein kleiner tollpatschiger „Rüssler“ das Licht der Welt“ im Zoo Magdeburg “, berichtet der Magdeburger Zoo-Geschäftsführer, Dirk Wilke.

Foto: Petra Oppermann

Noch ist der jüngste Ameisenbär-Spross nicht aus dem Gröbsten heraus – bei den Jungtieren gibt es eine hohe natürliche Sterberate von knapp 50 Prozent!  Nachzuchten in Menschenobhut sind bei dieser Nebengelenktierart eher rar – mit Ausnahme des Zoo Dortmund, der seit über 40 Jahren Erfahrungen in der Haltung und Zucht von Ameisenbären hat. „Kaspar“, der Vater des jüngsten Ameisenbären-Sprösslings, stammt aus dieser erfolgreichen Zucht und lebt seit dem Jahr 2001 im Zoo Magdeburg, zwei Jahre später bekam er seine Gefährtin „Estrella“ aus dem Zoo London.

Für das Magdeburger Zuchtpärchen „Estrella“ und „Kaspar“ ist es der fünfte Nachwuchs. Die Geburt des Jungtieres verlief unkompliziert. Mutter „Estrella“ kümmert sich von Anfang an fürsorglich um ihren jüngsten Spross. Unmittelbar nach der Geburt sucht das Jungtier seinen Platz auf dem Rücken der Mutter.

Foto: Petra Oppermann

Die ersten drei Monate krallt es sich fast ausschließlich auf den Rücken der Mutter fest. Der kleine „Rüssler“ ist nicht nur sehr energiesparend unterwegs, sondern auch perfekt getarnt: Muster und Farbe ergänzen sich im Aussehen gut zum mütterlichen Fellkleid. Rittlings auf dem Rücken trägt „Estrella“ ihren Nachwuchs umher oder wärmt und umwickelt ihren Nachwuchs zum Schlafen mit ihrem buschig behaarten Schwanz. Die enorm lange, schmale Gesichtspartie des Kopfes ist schon beim Jungtier ausgeprägt.  Bis etwa zur elften Woche nimmt das Jungtier Muttermilch auf. Danach beginnen Mutter „Estrella“ und Vater „Kaspar“ mit vorverdautem Brei zu füttern. Ab dem sechsten Monat kann das Ameisenbären-Jungtier selbständig Nahrung aufnehmen.

Der Große Ameisenbär sucht mit seinem sehr guten Geruchssinn nach seiner Hauptnahrung: Ameisen und Termiten. Mit kräftigen Vorderpfoten und gewaltigen sichelförmigen Krallen kann er selbst härteste Termitenbaue aufreißen und Ameisennester aufgraben. Mit langer Zunge, die der Große Ameisenbär über einen halben Meter herausstrecken kann, nimmt er Insekten auf und schluckt sie runter. Der Große Ameisenbär ist zahnlos. Erst im Magen wird die Nahrung zu einem verdaulichen Brei zerrieben. Bis zu 35.000 Ameisen oder Termiten vertilgt ein Ameisenbär täglich! In Zoos wird ein gleichwertiger, gehaltvoller Ersatzfutterbrei gemixt, die der Ameisenbär mit der Zunge aufschlecken kann. Seine lange wurmartige Zunge ist dabei extrem schnell und geschickt. Der Große Ameisenbär hat eine aufsehenerregende Gestalt – skurril zum Schmunzeln und überraschend zugleich. Im Verhältnis zur Körpergröße besitzt er die längste Zunge im Tierreich, eine Schnauze länger als beim Rüsselschwein, dazu ein wuchtiger reich behaarter Leib auf starken Beinen und ein Schwanzwedel, der den ganzen Körper abdecken kann. Die Vorderfüße setzt er mit dem Handrücken auf dem Boden auf, die langen Krallen sind dabei nach innen gebogen. Feinden gegenüber setzt er seinen Krallen ein, die lebensgefährliche Wunden reißen können.

Das Jungtier ist noch sehr ruhebedürftig und derzeit noch nicht für die Besucher zu sehen. Hier ist Geduld gefragt und natürlich auch ein „Daumendrücken“ für den kleinen Großen Ameisenbären.

Die Entwicklung des Jungtieres kann ab Montag, 22. Februar 2021, im Ameisenbär-Tagebuch auf www.zoo-magdeburg.de und auf der Zoo-Facebookseite mitverfolgt werden.

Auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird der Große Ameisenbär als „gefährdet“ (VU) gelistet. Der Zoo Magdeburg beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Großen Ameisenbären.

Abgetaucht: Die Rochen im Dortmunder Zoo

Herzlich willkommen im Zoo Dortmund

Abgetaucht: Die Rochen im Dortmunder Zoo

Rochen im Zoo von Dortmund

Der Zoo Dortmund zählt zu den beliebtesten Ausflugzielen in Dortmund und der Region. Etwa 1.500 Tiere in 220 Arten leben hier. Die Parklandschaft mit ihrem alten Baumbestand und die verschiedenen Tierhäuser machen den Zoobesuch bei jedem Wetter zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Corona-Update:

Einhergehend mit der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist der Zoo Dortmund weiterhin, mindestens bis zum 21. Februar, coronabedingt für Besucher*innen geschlossen.

Zoo Dortmund

Mergelteichstr. 80 44225 Dortmund

Tel.: 0231 50-28593

Fax: 0231 50-10174

E-Mail zoo@dortmund.de

Web: zoo.dortmund.de

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Nationalpark-Kalender 2021 ist erschienen

Einnahmen unterstützen das Harzer Luchsprojekt

Auch für das Jahr 2021 gibt es wieder den schon vielfach nachgefragten Nationalpark-Kalender. Bereits zum elften Mal erscheint der Kalender. 2021 zeigt er Fotos aus dem Fotowettbewerb HarzNATUR der letzten Jahre.

Der Erlös aus dem Verkauf der Kalender kommt auch in diesem Jahr wieder dem Harzer Luchsprojekt zugute. In jedem Jahr wird der Nationalparkkalender von der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH und der silverLynx Media GmbH  aus Herzberg  zur Verfügung gestellt  und von der  Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks Harz e.V. verkauft.

Der Kalender im Format 48 x 35 cm erscheint in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren. Zum Preis von 14,95 € ist er in allen Verkaufsstellen des Nationalparks und in zahlreichen Buchhandlungen der Region erhältlich. Private Bestellungen zum Ladenpreis sind beim Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus unter post@torfhaus.info oder Telefon 05320/33179-0 möglich. Aufgrund der Maßnahmen gegen das Corona-Virus können die Ladenöffnungszeiten von der Norm abweichen. Bitte informieren Sie sich entsprechend. Sollten Sie größere Mengen des Kalenders benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an das Luchsprojekt: 05582/9189-34 (luchsprojekt-harz@posteo.de). 

Fotowettbewerb „HarzNATUR 2021″

Im Rahmen unseres alle zwei Jahre stattfindenden Fotowettbewerbs HarzNATUR suchen wir auch 2021 wieder Ihre schönsten Natur-Fotos aus dem Nationalpark Harz, um sie in einer viel beachteten Ausstellung sowie in unserem jährlichen Nationalpark-Fotokalender zu präsentieren.

Die Ausschreibungsunterlagen für den Fotowettbewerb „HarzNATUR 2021″ werden voraussichtlich Anfang Dezember veröffentlicht.

https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2020/2020_11_3_HarzNATUR2021/

Kaffee für den Luchs – eine Spende für die Artenvielfalt

Harzer Kaffeerösterie unterstützt Luchsprojekt Harz

Kaffee ist die Leidenschaft von Mark Schnibbe. Seine Harzer Kaffeerösterei hat ihren Sitz seit 2007 in Bad Lauterberg. In der Kaffeemanufaktur verwöhnt er mit leckeren Kaffeespezialitäten und feinen Süßigkeiten. Schnibbe kauft seinen Kaffee fair und sozial ein. Für die beste Qualität ihrer Produkte reisen er und seine Mitarbeiter in die Herkunftsländer ihrer Bohnen und haben so immer ein Auge auf Anbaumethoden und soziale Arbeitsbedingungen vor Ort. Das ist der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit und einen fairen Handel mit den Kleinbauern und den Plantagen.

Doch auch vor der eigenen Haustür möchte sich Mark Schnibbe für die Erhaltung von Flora und Fauna engagieren und seine Produkte in besonderer Weise mit der Harzer Heimat verbinden. Sein besonderes Interesse gilt dem Luchsprojekt Harz. Diesem Projekt verdanken wir es, dass die größte europäische Katzenart im Harz erfolgreich wieder angesiedelt wurde.

Die Kaffeerösterei mit ihrer nachhaltigen Produktion weltweit und im Harz passt gut zum Luchsprojekt, findet dessen Leiter Ole Anders, der Leiter des Luchsprojektes. Aus diesem Grund ist ein gemeinsames Projekt entstanden. Der „Harzer Röstkaffee“ ist in verschiedenen Märkten, Restaurants und Hotels der Region erhältlich. Nicht zufällig ziert ein Luchskopf die Verpackung der braunen Bohnen. Für jedes verkaufte Kilo Kaffee fließen 50 Cent an das Luchsprojekt des Nationalparks Harz.

Mittlerweile ist eine stattliche Summe zusammengekommen – so konnte Mark Schnibbe dem Leiter des Luchsprojektes jüngst einen Scheck in Höhe von 4.660,- Euro übergeben. Das Geld fördert auf direktem Wege die Forschung und die Öffentlichkeitsarbeit für die größte europäische Katzenart.

Im Jahr 2000 starteten das Land Niedersachsen und die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. gemeinsam dieses Wiederansiedlungsprojekt. Seither hat sich die Harzer Luchspopulation zu einer der vitalsten in ganz Europa entwickelt. Die Pinselohren sind längst zu einem Aushängeschild der Region geworden und breiten sich in das Umland des Mittelgebirges aus. Und auch Mark Schnibbe und der Harzer Kaffee haben zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen – dafür sagt der Nationalpark Harz DANKE!

Web: https://www.nationalpark-harz.de

Naturerlebnis und Naturschutz bei Schnee und Eis

Rücksichtsvollen Umgang mit der Natur nicht vergessen.

Neuschnee lockt und macht den Harz derzeit besonders anziehend für Erholungssuchende. Der Nationalpark Harz bietet in diesen Wintertagen zahlreiche Winterwanderwege in herrlicher Natur. Doch für die Tierwelt ist der Winter die schwerste Zeit!

Der Nationalpark Harz bittet daher, bei allem Winterspaß an Sport und Spiel den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur nicht zu vergessen. Wanderer sollten unbedingt auf den beschilderten ausgewiesenen Wanderwegen bleiben. Wer querfeldein läuft, richtet oft unbewusst schwere Schäden in der Natur an. Tiere werden aufgeschreckt und aus ihren Verstecken vertrieben. Finden sie danach nicht genug Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen, kann das ihren Tod bedeuten. Die Nationalparkverwaltung bittet daher eindringlich, die Wege nicht zu verlassen, Lärm zu vermeiden, Hunde anzuleinen und auf das Wandern in der Dämmerung und bei Nacht freiwillig zu verzichten. https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/2021/2021_01_04_Ruecksicht_bei_bei_Winterspa%c3%9f%20%20/