DEUTSCHLAND-Journal.com

Aktuelles | D-NEWS.TV | Business | Politik | Tourismus | Foto | Videos | Panorama | WebAbisZ | WebShop | Doc-Einstein | ?

Sonntagsführung im Mai- “Preußens Königin und Napoleons General”

An jedem ersten Sonntag im Monat lädt die Egelner Wasserburg zu einer öffentlichen Burgführung ein, wobei man Dinge entdeckten kann die dem normalen Besucher verborgen bleiben.

In diesem Jahr gibt es an jeden Monat ein anderes Thema als Schwerpunkt bei den Führungen. So geht es am Sonntag den 6. Mai in die bewegte Zeit zu Beginn des 19. Jahrhundert als die Familie Wahnschaffe Pächter der Preußischen Domäne Egeln war.

Kurz nachdem sie im Juni 1806 eingezogen war sagte sich Königin Luise von Preußen an, die auf dem Rückweg von einer Kur aus Bad Pyrmont mit ihrem Gefolge auf der Burg Quartier nehmen wollte, was große Aufregung verursachte.

Foto: Gemälde der Königin Luise im Flur des Palas der Burg- gemalt von Klaus Gumpert nach der Totenmaske der Königin

Einige Monate später kam Napoleons General Bernadotte und übergab an den Amtmann Wilhelm Wahnschaffe die Dekrete des Kaiser, die dieser in der Stadtkirche St. Christophorus an die Egelner Bevölkerung abkanzeln mußte. Bernadotte wurde einige Jahre später schwedischer König und kämpfte dann in der Völkerschlacht bei Leipzig auf der Seite der Gegner Napoleons. Schwere Zeit erlebte die kleine Bördestadt während der französischen Besatzung die immer wieder neue Abgaben zur Finanzierung des Krieges forderte.

Foto: Blücher: Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher brachte nach der Schlacht von Waterloo den Mantel Napoleons auf die Burg Egeln- Gemälde von Klaus Gumpert im Museum der Burg

Große Erleichterung herrschte wohl erst wieder als General Blücher im Januar 1816 mit dem Mantel Napoleons als Siegesbeute auf die Burg kam und von dem großen Sieg bei Waterloo berichtete.

Bevor Wahnschaffes die Pacht an die verwandte Familie Kramer übergaben, gab es 1818 noch eine große Hochzeit auf Burg Egeln, die der herzoglichen Hofpredigers Basilius Satler aus Braunschweig im Flur des Herrenhaus auf der Burg zelebrierte. Berta Wahnschaffe heiratete den Maler Carl Wilhelm Gropius und zog dann mit ihm und ihrer Mutter nach Berlin.

Nach der Führung im Außengelände geht es in das umfangreiche Museum wo man „zwischen Burgverlies und Bergfried“ noch so manches entdecken kann. Natürlich ist auch der Maler und Grafiker Klaus Gumpert, der im alten Gericht der Burg sein Atelier eingerichtet hat, vor Ort. Köstlichkeiten anderer Art kann man im neuen Palas der Burg geniessen. Dort wo einst Domänenpächter, hohe Generäle oder Königin Luise speisten, befindet sich heute ein liebevoll eingerichtetes historisches Café.

7814: Gemälde der Königin Luise im Flur des Palas der Burg- gemalt von Klaus Gumpert nach der Totenmaske der Königin 

Blücher: Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher brachte nach der Schlacht von Waterloo den Mantel Napoleons auf die Burg Egeln- Gemälde von Klaus Gumpert im Museum der Burg

Wasserburg Egeln, Wasserburg 6, 39435 Egeln, Uwe Lachmuth Tel. 039268- 30 861 -Fax -30861  Handy 01608162010 www.wasserburg-egeln.de


Sie wollen diesen Artikel kommentieren, oder selbst einen Beitrag schreiben?
Bitte Ihren Beitrag an die E-Mail: presse@dpwa.de senden.
Danke.

(C) bei WordPress &: DPWA.de & DEUTSCHLAND-Journal.com - das Online Journal für DEUTSCHLAND- Impressum.
Partnerseite: Harz-Tourismus.de