DEUTSCHLAND-Journal.com

Aktuelles | D-NEWS.TV | Business | Politik | Tourismus | Foto | Videos | Panorama | WebAbisZ | WebShop | Doc-Einstein | ?

DIE LINKE: Tarifverträge für die Altenpflege – private Betreiber in die Pflicht nehmen.

Die privaten Arbeitgeber wollen laut einem Medienbericht die flächendeckende Einführung von Tariflöhnen in der Altenpflege verhindern.

Die privaten Arbeitgeber wollen laut einem Medienbericht die  flächendeckende Einführung von Tariflöhnen in der Altenpflege  verhindern. In einem Brief an Politiker der Großen Koalition wirbt der  Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) nach einem  Bericht des Magazins «Spiegel» für ein Alternativmodell, sogenannte  Arbeitsvertragsrichtlinien.

Dazu Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE: „Ich verstehe  nicht das Trara dass um den Brief des bpa gemacht wird. Dass private  Heimbetreiber kein Interesse daran haben, ihren Beschäftigten bessere  Löhne zu zahlen ist eine Binse. Es besteht kein Anlass, die  Koalitionsvereinbarung für allgemeingültige Tarifverträge in der  Altenpflege deshalb infrage zu stellen. Im Gegenteil: es vergeht kaum  ein Tag, an dem nicht ein Pflegeheim in Deutschland in die Hände eines  Investmentfonds aus den USA, China oder Luxemburg wandert. Das Geschäft  mit der Bedürftigkeit alter Menschen gilt unter renditehungrigen  Investoren als lukrative Einnahmequelle. Umso dringender muss die  schwarz-rote Bundesregierung, insbesondere Bundesgesundheitsminister  Jens Spahn, jetzt Entschlossenheit an den Tag legen und allgemeingültige  Tarifverträge in der Altenpflege durchsetzen. Über eine Million  Beschäftigte in der Pflege würden sonst von der Bundesregierung im Stich  gelassen. Dazu könnte ein zuvor ausgehandelter Tarifvertrag per Erlass  für alle Arbeitgeber verpflichtend gemacht werden.

Im Vergleich zum öffentlichen Bereich verdienen Beschäftigte in privaten  Pflegeeinrichtungen rund 25 Prozent weniger. Mittlerweile arbeiten  weniger als fünf Prozent der in der Altenpflege, der Langfristpflege  Beschäftigten in öffentlichen Pflegeeinrichtungen. Mit dem  Pflegeversicherungsgesetz wurde die Pflege von der öffentlichen Aufgabe  zu einem Marktprodukt gemacht – übrigens hieß der damalige  Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer.

DIE LINKE hat ein Sofortprogramm gegen den Pflegenotstand vorgelegt und  fordert im Rahmen der Kampagne „Menschen vor Profite: Pflegenotstand  stoppen!“ 100.000 Pflegekräfte mehr in den Krankenhäusern und 40.000  mehr in der Altenpflege sowie eine kräftige Aufwertung von Pflegearbeit.

Quelle: https://www.die-linke.de


Sie wollen diesen Artikel kommentieren, oder selbst einen Beitrag schreiben?
Bitte Ihren Beitrag an die E-Mail: presse@dpwa.de senden.
Danke.

(C) bei WordPress &: DPWA.de & DEUTSCHLAND-Journal.com - das Online Journal für DEUTSCHLAND- Impressum.
Partnerseite: Harz-Tourismus.de