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Anwälte beklagen: Zigtausend Quarantäneanordnungen in der Corona Pandemie sind unrechtmäßig

Und begründen Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz.

Köln (ots) Die Kanzlei Rogert & Ulbrich aus Köln, die sich als Verbraucherschutzkanzlei versteht und mit dem Dieselabgasskandal bekannt geworden ist, reklamiert, dass zigtausend Quarantäneanordnungen während der Corona Pandemie unrechtmäßig ergangen sind. Dies begründe Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz. Dies betreffe insbesondere die Fälle, in denen Reiserückkehrer pauschal in Quarantäne geschickt worden sind und die Fälle, in denen eine häusliche Quarantäne nach möglichem Kontakt mit einem Corona-positiv Getesteten für gesunde Menschen angeordnet worden ist.

Tobias Ulbrich und Dr. Marco Rogert. Anwälte beklagen: Zigtausend Quarantäneanordnungen in der Corona Pandemie sind unrechtmäßig und begründen Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz.

Tobias Ulbrich, Partneranwalt der Kanzlei Rogert & Ulbrich: „Reiserückkehrer pauschal in häusliche Quarantäne zu schicken ist Unsinn, denn die Reise als solche führt ja nicht zu einer Gefährdung, sondern nur eine höhere Anzahl von Kontakten mit potenziell Infizierten. Eine Reise beinhaltet aber nicht unbedingt eine höhere Anzahl von Kontakten mit Infizierten und damit ein höheres Risiko sich zu infizieren. Das muss individuell betrachtet werden, wird aber derzeit in den Corona-Verordnungen pauschal unterstellt. Das ist schlicht falsch und damit unrechtmäßig.“

Bereits im November 2020 hatte das Oberverwaltungsgericht Münster für das Land Nordrhein-Westfalen eine pauschale Quarantäne für Reiserückkehrer aus Risikogebieten für unrechtmäßig erachtet (Az: 13 B 1770/20), insbesondere, da zu diesem Zeitpunkt der Inzidenzwert im Reiseland niedriger war als in Deutschland.

Der weitergehende Vorwurf, den die Kölner Anwälte jetzt erheben, erstreckt sich auf die fehlende Tatsachengrundlage (Bundesverwaltungsgerichts vom 22.3.2012, Az. 3 C 16.11, NJW 2012, 2823 ff), dass überhaupt keine Ermittlungen zu infektionsrelevanten Kontakten und zu einer Ansteckung angestellt wurden und dass die Quarantäne für Reiserückkehrer, auch wenn mit einem negativen PCR-Test feststeht, dass keine Infektion vorliegt, mindestens 5 -10 Tage bestehen bleibt. Das sei nicht nachvollziehbar, hier greife das Übermaßverbot.

Die andere betroffene Gruppe ist die der gesunden Kontaktpersonen von Corona-positiv Getesteten, die sogar 14 Tage in Quarantäne müssen. Eine Freitestung, also diese Quarantäne durch ein negatives PCR -Testergebnis zu verkürzen, besteht hier meist erst nach 10 Tagen.

Dr. Marco Rogert, Partneranwalt bei Rogert & Ulbrich: „Eine Quarantäne- Anordnung für Kranke und auf das Corona Virus positiv Getestete ist nachvollziehbar und richtig, aber für gesunde Menschen mit negativem PCR- Testergebnis ist eine solche Anordnung schlicht rechtswidrig. Stellt sich heraus, dass die Kontaktperson gesund war und geblieben ist, war nie ein Rechtfertigungsgrund gegeben, der derart massive Freiheitsbeschränkungen wie eine häusliche Quarantäneanordnung mit Bußgeldandrohungen bis zu 25.000 Euro rechtfertigen konnte. Für viele Menschen ist das ein Jahreseinkommen. Zudem droht bei Verstoß gegen die Absonderungsanordnung eine Einlieferung in eine geschlossene Einrichtung.“

Die Verbraucherschützer von Rogert & Ulbrich sehen in der Absonderung in der häuslichen Wohnung eine Freiheitsberaubung im Sinne von § 239 StGB und Pflichtverletzung im Sinne des § 839 BGB, die Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche begründet.

Tobias Ulbrich: „Für jeden Tag erlittener Freiheitsbeschränkung fällt ein Schmerzensgeldanspruch für die betroffene Person an. Dazu können noch Ersatzansprüche wie zum Beispiel Verdienstausfall kommen. Eine Quarantäne zieht mannigfaltige psychische, soziale und existenzielle Auswirkungen nach sich, das muss Berücksichtigung finden. Die Ersatzansprüche, beginnend mit den Schmerzensgeldansprüchen, machen wir vor den Landgerichten vornehmlich gegenüber dem zuständigen Bundesland geltend.“

Je nach der Intensität der Beeinträchtigung im Einzelfall dürfte den Betroffenen ein Schmerzensgeld in Höhe von EUR 100,00 bis EUR 500,00 pro Quarantänetag und betroffener Person zustehen. Eine vierköpfige Familie käme bei Annahme von z.B. EUR 250,00/Tag auf EUR 14.000 für 14 Tage unberechtigter Quarantäne.

Jeder, der vor seiner Absonderungsanordnung -sei es nach einer Reiserückkehr oder nach einem von Behörden vermuteten Kontakt mit einem Corona- Infizierten gesund war, währenddessen gesund blieb und auch anschließend nicht erkrankte, hat einen Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz. Wer gesund in Quarantäne musste, sollte daher einen Anwalt zu Rate ziehen.

Gerne prüfen wir von der Kanzlei Rogert & Ulbrich Ihren Anspruch.

https://ru.law/corona-quarantaene/

Web: ru-law.de

Für 39 Euro Mitglied werden: VLH unterstützt Kurzarbeiter

Neustadt a. d. W. (ots) Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) unterstützt Menschen in Kurzarbeit: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die 2020 in Kurzarbeit waren und dieses Jahr VLH-Mitglied werden, erhalten die Mitgliedschaft im ersten Jahr zum Mindestbeitrag von nur 39 Euro. Zudem entfällt die Aufnahmegebühr.

Kurzarbeit: Nachzahlung oder Rückerstattung – beides ist möglich

Für 39 Euro Mitglied werden: VLH unterstützt Kurzarbeiter

Im Frühjahr 2020 hat die Bundesregierung aufgrund der Corona-Pandemie die Regeln für das Kurzarbeitergeld verbessert. Seither bekommen Arbeitnehmer schneller, leichter und teilweise auch etwas mehr Kurzarbeitergeld, und zwar zunächst befristet bis 31. Dezember 2021.

Das Kurzarbeitergeld gehört zu den sogenannten Lohnersatzleistungen, die grundsätzlich steuerfrei sind.
Die Leistung hat jedoch Auswirkung auf die Steuer(belastung) für das übrige Einkommen.

Dabei gibt es Folgendes zu beachten:

– Wer in einem Jahr Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro erhält, ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.
– Je nachdem, ob die Arbeitszeit einer Arbeitnehmerin oder eines Arbeitnehmers zu 100 oder zu 50 Prozent gekürzt und dementsprechend Kurzarbeitergeld bezogen wird, kann man entweder mit einer Steuererstattung rechnen oder mit Steuernachzahlungen.
– Arbeitnehmer, deren Unternehmen vorübergehend komplett geschlossen wird, fallen folglich zu 100 Prozent aus. Wer in so einem Fall Kurzarbeitergeld für zum Beispiel drei Monate erhalten hat, kann mit einer Steuererstattung rechnen. Denn
– verteilt auf das gesamte Jahr
– wurden in den Monaten ohne Kurzarbeit zu viel Lohnsteuern einbehalten.
– Umgekehrt gilt beispielsweise für Arbeitnehmer, die zu 50 Prozent in Kurzarbeit sind: Sie arbeiten das gesamte Jahr über monatlich nur zur Hälfte und müssen in der Regel mit einer Steuernachzahlung rechnen – denn der Arbeitgeber hat im Laufe des Jahres meist zu wenig Lohnsteuern an das Finanzamt abgeführt.

VLH-Mitglied werden

Auf www.vlh.de finden Interessierte eine VLH-Beratungsstelle in ihrer Nähe, anschließend kann ein Beratungstermin vereinbart werden. Ebenfalls möglich ist eine Distanzberatung per Telefon und E-Mail. Exklusiv für 39 Euro erstellen dann die VLH-Beraterinnen und VLH-Berater allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die 2020 in Kurzarbeit waren und sich bis zum 31. Dezember 2021 für eine VLH-Mitgliedschaft entscheiden, die Einkommensteuererklärung.

Außerdem stellen die VLH-Beraterinnen und VLH-Berater sämtliche Anträge auf Steuerermäßigung und übernehmen die Kommunikation mit dem Finanzamt. Und sie beraten in vielen weiteren Einkommensteuerfragen, zum Beispiel zur Homeoffice-Pauschale oder zu Homeschooling, Kinderkrankheitstagen oder Kinderbonus, welchen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angesichts der Corona-Pandemie ausgesetzt sind.

Übrigens: Wer nicht in Kurzarbeit war oder ist, kann ebenfalls Mitglied werden und sämtliche Leistungen der VLH in Anspruch nehmen – bis 28. Februar 2022 ohne Aufnahmegebühr.

VLH Beratungsbefugnis

Steuererklärung erstellen, Anträge auf Steuerermäßigungen einreichen, Kommunikation mit dem Finanzamt übernehmen, Steuerbescheid prüfen: Gemäß der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG berät die VLH Arbeitnehmer, Beamte, Rentner und Vermieter im Rahmen einer Mitgliedschaft.

VLH-Mitglieder können Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit, Renten, Versorgungsbezüge und Unterhaltsleistungen beziehen. Dann berät die VLH auch diejenigen als Mitglied, die zusätzlich diese Einnahmen erzielen:

– Einkünfte aus Kapitalvermögen,
– Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,
– sonstige Überschuss-Einkünfte.

Allerdings dürfen die Einnahmen bei diesen drei Einkunftsarten insgesamt nicht mehr als 18.000 Euro für Ledige bzw. 36.000 Euro bei Ehepaaren betragen. Selbstständige, Gewerbetreibende und Arbeitnehmer mit Einnahmen aus einer selbstständigen Tätigkeit darf die VLH leider nicht als Mitglied aufnehmen.

Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) ist mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Gegründet im Jahr 1972, stellt die VLH außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater.

Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Web: www.vlh.de

Countdown fürs Baukindergeld läuft noch bis 31. März

München (ots) Interhyp: Kauf- und Bauinteressenten sollten sich beeilen – Laut Interhyp gehört Baukindergeld zu bekanntesten Fördermitteln – Mit dem Auslaufen der Förderung geht für viele Familien ein wichtiger Baustein verloren

Bekanntheitsgrad von Fördermitteln.

Familien mit dem Wunsch nach Wohneigentum und konkreten Kauf- oder Bauabsichten sollten sich bei Interesse am Baukindergeld jetzt sputen. Wenn sie bis zum 31. März einen notariellen Kaufvertrag für ein Objekt unterschreiben oder eine Baugenehmigung erhalten, können sie bei der KfW noch Baukindergeld beantragen. Es geht um 36.000 Euro bei Familien mit drei Kindern. „Für viele Menschen wird mit der Abschaffung des Baukindergeldes eine wichtige Förderung wegfallen. Sowohl unsere Studien als auch der Beratungsalltag zeigen, dass das Baukindergeld zu den bekanntesten und nachgefragtesten Fördermitteln zählt. Das Baukindergeld ist innerhalb seines kurzen Bestehens für viele Familien zu einem wichtigen Finanzierungsbaustein geworden. Es kommt vor allem Familien mit geringen und mittleren Einkommen zugute und ist quasi in jedem Beratungsgespräch mit dieser Gruppe ein Thema. Wir bedauern, dass das Baukindergeld nun auslaufen soll“, sagt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft bei der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen. Gezielte Fördermittel und der Abbau von Barrieren wie hohe Kaufnebenkosten sind laut Interhyp wichtig, um den Wohneigentumserwerb zu fördern.

Im Zuge der Corona-Pandemie war das Baukindergeld im vergangenen Jahr um drei Monate bis zum 31.03.2021 verlängert worden. Diese Frist für die Baugenehmigung oder den Kaufvertrag endet nun. Wird die Frist noch eingehalten, kann der Antrag auf das Baukindergeld noch gestellt werden und zwar dann spätestens sechs Monate nach Einzug in die neue Immobilie und spätestens bis zum 31. Dezember 2023. Mit dem Baukindergeld haben das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und die KfW seit September 2018 den Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum für Familien mit Kindern in Deutschland gefördert. Familien mit einem Haushaltseinkommen von maximal 90.000 Euro bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind können zehn Jahre lang jährlich 1.200 Euro je Kind erhalten. „Das Baukindergeld mit insgesamt 12.000 Euro pro Kind ist für viele Menschen ein relevanter Finanzierungsbaustein, der zum Beispiel über Sondertilgungen die Entschuldung beschleunigt. Insbesondere bei Familien mit mehreren Kindern ist die nun auslaufende Förderung ein spürbarer Pluspunkt für den Wohneigentumserwerb“, sagt Mirjam Mohr.

Laut Interhyp gehört das Baukindergeld zu den bekanntesten Fördermitteln in Deutschland. Laut einer repräsentativen Erhebung von Statista im Auftrag der Interhyp AG im Jahr 2020 kennen 59 Prozent der Deutschen das Baukindergeld. Es steht damit an zweiter Stelle der Bekanntheit, knapp hinter den KfW-Förderkrediten, die 62 Prozent der Deutschen kennen. Mirjam Mohr: „Unsere Untersuchung zeigt, dass viele Menschen den Staat durchaus in der Verantwortung sehen, den Erwerb von Wohneigentum zu unterstützen.“ Drei Viertel der Deutschen finden laut der Interhyp-Umfrage, dass der Staat den Erwerb von Wohneigentum schon heute nicht ausreichend unterstützt. 62 Prozent der Befragten wünschen sich zusätzliche finanzielle Anreize aufgrund der Corona-Krise. Mirjam Mohr: „Die Wohneigentumsquote ist in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern immer noch niedrig. Dabei ist Wohneigentum für die Altersvorsorge und auch für mehr soziale Gleichheit wichtig. Der Weg ins eigene Zuhause muss auch künftig einer breiten Bevölkerungsschicht möglich sein“, sagt die Expertin.

Interhyp hat Informationen zum Baukindergeld unter: :https://www.interhyp.de/ratgeber/was-sind-meine-moeglichkeiten/foerdermittel/baukindergeld.html zusammengestellt.

Web: https://interhyp.de

Regelmäßige Impfung schützt Hund und Katze ein Leben lang

Die Impfung ist wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge bei Klein- und Heimtieren, und zwar lebenslang

Bonn (ots) Der Welttag der Tierimpfung am 20. April jeden Jahres möchte das Gesundheitsbewusstsein der Tierhalter schärfen und wachhalten.

Die Bereitschaft, Welpen impfen zu lassen und damit vor gefährlichen Krankheiten zu schützen, ist sehr hoch.

„Natürlich lassen wir unser Tier impfen!“ Das sagen die meisten Hunde- und Katzenhalter und meinen es auch so.

Das hat eine Umfrage des Bundesverbandes für Tiergesundheit e.V. erst kürzlich wieder bestätigt. Die Impfbereitschaft ist besonders hoch, wenn Hunde- oder Katzenwelpen, aber auch das Kaninchen, neu in einen Haushalt einziehen. Die Tiere sind dann in einem Alter, in dem der vom Muttertier mitgegebene Immunschutz endet. Impfungen sind nun erforderlich, damit das Tier einen eigenen Immunschutz aufbauen kann. Der Tierhalter ist dann für die Gesundheit des neuen Familienmitglieds verantwortlich.

Die allermeisten kümmern sich auch rechtzeitig um einen Impftermin beim Tierarzt. Die Grundimmunisierung in den ersten Lebenswochen ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um Welpen vor schweren oder sogar lebensbedrohlichen Krankheiten zu schützen. Impfungen schützen Hunde etwa vor Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Hepatitis. Bei Katzen zählen Katzenseuche und Katzenschnupfen zu den Infektionen, gegen die auf jeden Fall geimpft werden sollte. Besonders wichtig für das Kaninchen ist die Impfung gegen RHD (Typ 1 und 2) sowie Myxomatose.

Die Grundimmunisierung sorgt zwar für einen gesunden Start, wirkt jedoch nicht für ein ganzes Leben. Jeder Hunde- oder Katzenhalter sollte regelmäßig einen Blick in den Impfpass des Tieres werfen bzw. diesen dem Tierarzt vorlegen. Der entscheidet dann, ob Auffrischungsimpfungen erforderlich sind. Mit dem Tierarzt sollte man auch die Lebensumstände des Tieres besprechen. Je nachdem, wie Tiere gehalten werden, können sich die Impfempfehlungen unterscheiden.

Durch regelmäßiges Impfen vieler Tiere sind viele Tierkrankheiten, insbesondere bei Hunden, selten geworden. Das „verführt“ dazu, mögliche Gefahren auf die leichte Schulter zu nehmen. Dies ist einerseits verständlich, kann aber andererseits dazu führen, dass genau diese „vergessenen“ Krankheiten wieder auftauchen. Der Impfschutz einer Population ist nämlich nur gewährleistet, wenn mindestens 70 Prozent geimpft sind. Diese Herdenimmunität schützt dann auch das ein oder andere nicht geimpfte Tier, da der Krankheitserreger nicht mehr so oft vorkommt.

Wie das Beispiel der Tollwutprävention zeigt, schützt Impfen nicht nur die Tiere selbst, sondern auch den Menschen. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) würde es ausreichen, etwa 70 Prozent der Hundepopulation weltweit zu impfen, um das Risiko einer Tollwutinfektion beim Menschen zu eliminieren. In Europa hat man diesbezüglich durch die konsequente Impfung der Haustiere, aber auch die über viele Jahre durchgeführte Köderimpfung der Füchse, viel erreicht, diese Krankheit kommt nur noch äußerst selten bis gar nicht mehr vor. Weltweit sind aber immer noch zwei Drittel aller Länder mit knapp 60.000 Toten pro Jahr von der Tollwut betroffen.

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) aktualisiert laufend ihre Leitlinien, die für die Tierärzte ein unverzichtbarer Orientierungspunkt in der täglichen Impfpraxis geworden sind. Der Welttag der Tierimpfung möchte dazu beitragen, das Bewusstsein der Tierhalter zu schärfen. Denn der kleine Pieks lohnt sich. Mit ihm lässt sich die Gesundheit des eigenen vierbeinigen Hausfreundes und der ganzen Population sichern.

Web: www.bft-online.de

Psychische Belastungen in der Pandemie

Hilfe in Zeiten der sozialen und räumlichen Isolation finden.

München (ots) Abstand halten und soziale Kontakte reduzieren – aus epidemiologischer Sicht wichtige Maßnahmen, um die Übertragungswege des COVID-19-Virus einzudämmen. Die Nebenwirkungen für den Menschen als soziales Wesen schlagen dabei aufs Gemüt, gerade bei länger anhaltendem Lockdown und bei psychisch kranken Menschen. In unserem Dossier auf therapie.de gibt es Tipps und Hilfestellungen, um der Einsamkeitsfalle zu entgehen und mit der Situation besser umzugehen.

Auswege aus der Verzweiflung oder depressiven Phasen im Lockdown finden Menschen durch psychotherapeutische Unterstützung und ehrliche Unterstützung.

Menschen reagieren unterschiedlich auf neue ungewohnte Situationen. Dies gilt auch für den Lockdown, das kontrollierte Herunterfahren des öffentlichen Lebens. Ob Menschen eine Reaktion als angemessen erachten und wie sie damit umgehen, hängt von vielen Faktoren ab. Viele erleben Wutgefühle, Angst, Unruhe, emotionale Erschöpfung, Reizbarkeit und Schlafstörungen, bereits bei kurz andauernden Zeitfenstern. Die negativen Folgen resultieren oftmals aus dem Gefühl heraus, nicht selbstbestimmt handeln zu können und Unsicherheit über einen längeren Zeitraum hinweg zu spüren. Der Sozialpsychologe Mario Gollwitzer setzt diese chronische Unsicherheit mit psychologischer Folter gleich. Umfragen ergeben, dass die Dauer der Einschränkung wichtiger sei als deren Intensität.

Für viele Menschen stellen die Maßnahmen, die im Rahmen der Corona-Pandemie getroffen wurden, eine große Belastung dar, auch wenn sie noch so sinnvoll sind. Für Menschen mit bestehenden oder latenten psychischen Erkrankungen verstärkt die „Epidemie der Isolation“ ihre Belastungssymptome. So verlassen Angstpatienten aus Furcht vor Infektion ihre eigenen vier Wände kaum. Der Weg zum Arzt oder Psychotherapeut bleibt aus. Die vermeintliche Entlastung depressiver Menschen zu Hause bleiben zu dürfen, wandelt sich perspektivisch in ein Empfinden von Strukturlosigkeit. Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen sind am meisten gefährdet. Sie kompensieren soziale und räumliche Einsamkeit durch den Griff zu illegalen Substanzen und anderen ungesunden Ablenkungen wie tagelanges Videospielen.

Die jüngst veröffentliche COPSY-Studie des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) belegt, dass sich der aus virologischer Sicht unternommene Dauerisolationszustand nun auch gegen das kindliche Wohlbefinden richtet. Seit Ausbruch der Pandemie zeige fast jedes dritte, bislang psychisch gesunde, Kind Auffälligkeiten. Gerade für Menschen mit psychisch kranken Kindern bedeutet die Schließung von Einrichtungen oder die schwierige psychosoziale Versorgung einen massiven Einschnitt ins Leben und eine drastische Reduzierung ihrer Lebensqualität.

Psychotherapie in Zeiten von Corona und Lockdown

Die Corona-Krise trifft auch belastbare und grundsätzlich gesunde Menschen. Wer sich von der aktuellen Situation stark belastet fühlt, kann sich in psychotherapeutische Akutbehandlung begeben. Diese Kurzbehandlung dient vornehmlich dazu, akute Krisen besser bewältigen zu können. Hierzu bedarf es keiner Genehmigung der Krankenkasse, was den Beginn vereinfacht.

Mit der Verschärfung der Kontaktbeschränkungen während der COVID-19-Pandemie stieg die Zahl der Anfragen nach psychotherapeutischer Beratung und Betreuung. Um möglichst vielen Menschen Zugang zu ermöglichen, sind die Begrenzungen für Videosprechstunden vorerst aufgehoben (Stand: Februar 2021). Viele Psychotherapeuten bieten nun eine Mischung aus Präsenstherapie und Videotelefonie an.

Soforthilfen für verschiedene Personengruppen

Bei schwach ausgeprägten Symptomen können Entspannungsverfahren und Meditationsübungen helfen, positiver durch den Alltag zu kommen. Die Krankenkassen bezuschussen Online-Kurse. Zielgruppenspezifische und kostenfreie telefonische Hotlines und Online-Plattformen ermöglichen einen unterstützenden und aufbauenden Austausch mit wohlmeinenden neutralen Personen bei akutem Gesprächsbedarf. Die Kontaktinformationen können Sie dem Dossier entnehmen unter den jeweiligen Abschnitten Soforthilfe für Kinder und Jugendliche, Soforthilfe für Erwachsene und Soforthilfe für Frauen.

Ansprechpartner therapie.de:
„pro psychotherapie e.V.“

Dipl.-Psych. Fritz Propach
Landwehrstr. 35
80336 München
Tel. 089 – 72 99 75 36
psyche@therapie.de
www.therapie.de

Narkolepsie: wenn Schlafen zur Krankheit wird

München (ots) Plötzlich einschlafen oder bei Freude oder Ärger einfach umkippen – all das sind Erscheinungsformen von Narkolepsie, einer neurologischen Erkrankung, bei der Menschen am helllichten Tag von Schlafattacken überfallen werden.

Betroffene von Narkolepsie schlafen plötzlich und in den unmöglichsten Situationen ein, beispielsweise beim Essen, am Schreibtisch oder mitten im Gespräch.

Sie schlafen plötzlich und in den unmöglichsten Situationen ein, beispielsweise beim Essen, am Schreibtisch oder mitten im Gespräch.Gerade im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen können daraus sehr gefährliche Situationen entstehen. Narkolepsie ist eine seltene Krankheit, die oft anfangs nicht ernst genommen und häufig spät richtig diagnostiziert wird. Das soll sich ändern – am 28.02., den Tag der Seltenen Erkrankungen, soll die Aufmerksamkeit auf rund 4 Millionen Menschen mit seltenen Erkrankungen und deren Angehörige in Deutschland gerichtet werden.

Ursache und Häufigkeit von Narkolepsie

Narkolepsie beschreibt eine Schlaf-Wach-Störung, bei der vermutlich aufgrund einer genetischen Veranlagung bei Infekten fälschlicherweise der Botenstoff Hypocretin (=Orexin) im Gehirn statt des Erregers angegriffen und teilweise oder komplett zerstört wird.[2],[4] Hypocretin steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus. „Menschen, die an Narkolepsie erkrankt sind, leiden unter einer Exzessiven Tagesschläfrigkeit, die dazu führt, dass sie am Tag oft so schläfrig sind, dass sie sich nicht dagegen wehren können und ungewollt einschlafen. Viele Patienten beschreiben die Tagesschläfrigkeit als ein Gefühl, als ob sie die ganze Nacht wach geblieben sind“, so Prof. Geert Mayer, Hephata-Klinik Schwalmstadt.

Narkolepsie gehört zur Gruppe der Schlafsucht (Hypersomnie). In Deutschlang leiden in etwa 40.000 Menschen unter der unheilbaren Erkrankung, die sich durch eine Exzessive Tagesschläfrigkeit auszeichnet.[5] Sind nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen von einer Erkrankung betroffen, gilt sie als selten – somit gehört Narkolepsie zu den seltenen Erkrankungen.[2],[6],[7] Allerdings ist die Dunkelziffer sehr hoch, da durch das seltene Vorkommen der Krankheit die Symptome möglicherweise nicht erkannt oder schlichtweg mit anderen (körperlichen und psychischen) Erkrankungen verwechselt werden. Bis zur richtigen Diagnose können bei einigen Patienten oft viele Jahre vergehen.

Eindeutiges Symptom: Exzessive Tagesschläfrigkeit

Die Exzessive Tagesschläfrigkeit (Excessive Daytime Sleepiness, EDS) gilt bei fast allen Narkolepsie-Patienten als das erste Symptom, mit dem sich die Krankheit manifestiert und die Lebensqualität von Patienten erheblich verringert.[1],[8] Während sich viele Menschen manchmal müde fühlen, verspüren Personen mit EDS tagsüber ein sehr starkes Schlafbedürfnis. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, zu unerwarteten Zeiten einzuschlafen, erhöht, was sowohl den Arbeitsalltag als auch andere Aktivitäten enorm beeinträchtigt.[9] Werden Narkoleptiker von dieser extremen Schläfrigkeit übermannt, wird ihr Gang unsicher, die Aussprache wird undeutlich und sie bekommen einen glasigen Blick.[10] Auf Außenstehende kann es so wirken, als sei der Narkoleptiker alkoholisiert. Deshalb hat auch oft das Umfeld wenig Verständnis für Menschen mit Narkolepsie. Die EDS wirkt sich somit häufig negativ auf die Stimmung, die Gedächtnisleistung, die Konzentrationsfähigkeit sowie die Beziehungen von Patienten aus und kann eine allgemeine Verringerung der Lebensqualität zur Folge haben.[6],[11]

Ein weiteres Symptom der Narkolepsie kann die Kataplexie sein. Hierbei erschlaffen die Muskeln plötzlich, weil die Kontrolle über die Muskelspannung verloren geht. Betrifft sie die gesamte Muskulatur, sinkt der Narkoleptiker in sich zusammen, wobei leichtere Kataplexien dagegen oft nur einzelne Muskelpartien betreffen. Eine Kataplexie dauert in der Regel nur wenige Sekunden, und die Patienten erinnern sich meist vollständig an alles, was währenddessen passiert ist. Zu beachten ist, dass nicht alle Narkoleptiker an Kataplexien leiden müssen.

Schlafstörungen dürfen nicht unterschätzt werden

Wird eine Narkolepsie vermutet, ist der Gang zum Facharzt unvermeidlich. Sie sollte in einem Schlaflabor beziehungsweise von einem erfahrenen Neurologen oder Schlafmediziner (Somnologen) diagnostiziert werden. Zunächst wird der Patient zu seiner Krankengeschichte befragt und die auftretenden Beschwerden besprochen. Im Vordergrund stehen die Symptome Tagesschläfrigkeit und Kataplexie. Hier können auch die Aussagen nahestehender Personen und Familienmitglieder hilfreich sein. Eingesetzt werden Schlaffragebögen und Schlaftagebücher und es werden nachts im Schlaflabor kontinuierlich unterschiedlichste Körperfunktionen überwacht. Mit Hilfe dieser Daten lassen sich ein individuelles Schlafprofil erstellen und eine passende Therapie finden, die den Alltag mit der Krankheit und die Lebensqualität verbessern kann.

Web: jazzpharma.com

Ab 1. März neue Labels für Haushaltsgeräte: Effizienz-Skala von A bis G

Effizienteste Geräte erreichen oft nur noch Klasse C
Geräte-Vergleich wird für Verbraucher einfacher

Berlin (ots) Ab Montag bekommen Geräte wie Kühlschränke, Geschirrspüler und Waschmaschinen ein neues Energielabel. Darauf macht die Initiative „Label 2020“ (de.label2020.eu) der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online aufmerksam. Durch die neue Kennzeichnung der Europäischen Union (EU) sollen die Geräte noch effizienter und die Verbraucherinfos verständlicher werden.

EU-Energielabel 2021: Beispiel Kühlgerät (c) www.stromspiegel.de

Das 1994 eingeführte Energielabel gilt als eine der erfolgreichsten europäischen Initiativen für Verbraucher. Die Labels haben laut EU dazu beigetragen, die Effizienz von Haushaltsgeräten um über 80 Prozent zu steigern.

EU-Label 2021: A+++, A++ und A+ entfallen

Die neue Skala des EU-Labels reicht von A bis G. A steht für besonders effiziente und G für wenig effiziente Geräte. Die Effizienzklassen A+++, A++ und A+ entfallen. Neu sind je nach Gerät zusätzliche Angaben und ein QR-Code, um online weitere Details abrufen zu können.

Mit dem neuen Label sollen die Hersteller motiviert werden, für noch mehr Effizienz zu sorgen. Die aktuell effizientesten Geräte landen beim neuen Label oft nur in der Effizienzklasse C. Neue Messverfahren sollen zudem die alltägliche Nutzung besser berücksichtigen und abbilden. Deswegen lassen sich alte und neue Labels nicht direkt miteinander vergleichen.

Neue Skala für Effizienz kommt schrittweise

Im ersten Schritt gilt das neue Label ab dem 1. März für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Waschtrockner sowie Fernseher und Monitore. Am 1. September kommen Lampen hinzu, Trockner, Staubsauger und Backöfen voraussichtlich im Jahr 2024, Heizungen ab 2026. Die neuen Labels sind Pflicht für alle Geschäfte und den Online-Handel. Bis zum 18. März haben die Händler Zeit, um die ersten neuen Labels anzubringen.

Mehr Tipps zum Stromsparen und zur Auswahl verschiedener Haushaltsgeräte gibt es auf www.stromspiegel.de.

Das große Selbermachen geht wieder los

Ab 1. März öffnen toom Baumärkte in Sachen-Anhalt wieder

Wartenden Heimwerker-Projekten geht es ab Montag endlich an den Kragen: Auf Beschluss der Landesregierung Sachsen-Anhalt dürfen ab dem 1. März die Baumärkte ihre Türen wieder öffnen. Passend zum Start ins Frühjahr kann dann endlich wieder gebaut, gebuddelt, gepflanzt und gestrichen werden. 

toom Baumärkte ab 1.März wieder offen

Am Montag, dem 1. März, ist es soweit: toom Kunden müssen nicht mehr auf dem Parkplatz auf ihre bestellte Ware warten, sondern können den Markt aufgrund der landesweiten Lockerungen betreten und dort auch ohne vorherige Bestellung einkaufen. „Obwohl wir für unsere Kunden in der Zeit der Marktschließung über unseren Online-Shop sowie unseren Click & Collect-Service da waren, sind dennoch bei vielen Heimwerkern geplante und angefangene Projekte liegen geblieben“, so Torsten Stöbe, Vertriebsleiter national bei toom.

„Passend zur anstehenden Outdoor-Saison freuen wir uns jetzt natürlich umso mehr, alle Selbermacher bei der Umsetzung ihrer Ideen mit unserer Expertise und unserem kompletten Service wieder persönlich zur Seite zu stehen“, erklärt Stöbe weiter. Dennoch ist auch weiterhin der Services online bestellen und im Markt abholen verfügbar. Auch der toom Handwerkerservice steht allen Kunden weiterhin zur Verfügung.

Es gelten außerdem in allen Märkten die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln. Weitere aktuelle Einkaufsmöglichkeiten und Öffnungszeiten sind unter toom.de einsehbar.

Über toom:
Mit mehr als 330 Märkten im Portfolio (toom Baumarkt, B1 Discount Baumarkt und Klee Gartenfachmarkt), 15.500 Beschäftigten und einem Bruttoumsatz von über 2,6 Milliarden Euro zählt toom zu den führenden Anbietern der deutschen Baumarktbranche. Das Unternehmen gehört zur REWE Group, einem der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2018 erzielte die 1927 gegründete genossenschaftliche REWE Group einen Gesamtaußenumsatz von über 61 Milliarden Euro und ist mit ihren 360.000 Beschäftigten in 22 europäischen Ländern präsent. +++ Seit 2016 trägt toom das Zertifikat „audit berufundfamilie“. Mit dem „audit berufundfamilie“, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, geht toom als Arbeitgeber zukunftsorientierte Wege und unterstützt seine Mitarbeiter in unterschiedlichen Lebensphasen und den damit verbundenen Herausforderungen.

Web: toom-baumarkt.de

ADAC Luftrettung: Im Jubiläumsjahr gefordert wie noch nie

München (ots) Trotz Lockdown mit fast 52.000 Einsätzen im Dauerbetrieb – Crews stark belastet/Meiste Einsätze in BY, RP und NW – Berlin vor Koblenz und Wittlich

„Christoph 31“ im Anflug auf Berlin: die neue H135, Deutschlands modernster Rettungshubschrauber, bei der Landung auf der neuen ADAC Luftrettungsstation am Charité-Campus Benjamin Franklin in Steglitz.

Jubiläum und Pandemie: 2020 war für die gemeinnützige ADAC Luftrettung ein außergewöhnliches Jahr. Im 50. Jahr ihres Bestehens mussten die fliegenden Gelben Engel zu 51.749 Einsätzen ausrücken. Mit 141 Notfällen pro Tag bewegt sich das Einsatzgeschehen damit weiter auf höchstem Niveau. Zwar gingen die Alarmierungen der ADAC Rettungshubschrauber wegen des coronabedingten Rückgangs der Mobilität insgesamt um 2218 oder 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Crews waren im Jubiläumsjahr aber dennoch so gefordert wie noch nie. Das Coronavirus verlangt den Besatzungen alles ab und sorgt wegen der strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte sowie der ständigen Infektionsgefahr für eine deutlich stärkere Einsatzbelastung.

„Wir haben es seit Ausbruch der Pandemie geschafft, die notfallmedizinische Versorgung der Menschen in Deutschland uneingeschränkt zu gewährleisten. Das ist in dieser schwierigen Zeit eine großartige Leistung unserer Crews und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ADAC Luftrettung“, erklärte Geschäftsführer Frédéric Bruder bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Dr. Andrea David, Vorstand der gemeinnützigen ADAC Stiftung, stellte zudem die hohen Einsatzzahlen heraus: „Seit 2013, das nunmehr achte Jahr in Folge, wurde die ADAC Luftrettung zu mehr als 50.000 Notfällen jährlich alarmiert. Diese Rekordbilanz zeigt, welchen hohen Stellenwert die schnelle Hilfe aus der Luft in der Notfallmedizin in Deutschland hat.“

Spezialeinsatz in den Bergen: Die ADAC Luftrettung trainiert am Sudelfeld in Oberbayern den Einsatz der Rettungswinde unter Corona-Bedingungen.

Insgesamt rückten die Crews der 37 Stationen der ADAC Luftrettung zu rund 800 Corona-Einsätzen aus, darunter rund 100 Spezial-Verlegungstransporte von schwer an Covid-19 Erkrankten. Die meisten davon übernahm „Christoph 112“, der erste bundesweit alarmierbare Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber. Er war im April 2020 zusätzlich vom Land Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen stationiert worden. In der Hochphase der Pandemie leisteten die fliegenden Gelben Engel auch grenzüberschreitende Hilfe in Frankreich und unterstützten die Bundeswehr bei deren Italien-Hilfe.

Unter den versorgten Patienten waren 2020 mit 58 Prozent wieder mehr Männer als Frauen. Neun Prozent der Patienten waren Kinder oder Jugendliche. Einsatzgrund Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 31 Prozent Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen mit 30 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. In 15 Prozent der Fälle diagnostizierten die Lebensretter aus der Luft neurologische Notfälle, wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Bei acht Prozent war ein Notfall des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma die Ursache.

Einsatz für „Christoph 18“: Die Crew ist innerhalb von zwei Minuten startbereit.

Die Liste der Einsatzorte in den Bundesländern führt Bayern mit 11.106 Einsätzen an, hier befinden sich auch die meisten der 37 Stationen der fliegenden Gelben Engel. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 9328, Nordrhein-Westfalen mit 5542 und Niedersachsen mit 5169 Einsätzen. Bei den Städten liegt weiterhin die Station in Berlin vorne. „Christoph 31“ flog in und um die Hauptstadt zu 2936 Notfällen. Dahinter platzieren sich im bundesweiten Ranking die Stationen Koblenz (2183) und Wittlich (2081) in Rheinland-Pfalz sowie Ochsenfurt (1853) in Bayern.

Die Zahl der Spezialeinsätze hat nicht nur wegen der vielen Covid-19-Verlegungstransporte zugenommen. So verzeichneten die vier Windenstationen in München, Murnau, Straubing (alle Bayern) und Sande (Niedersachsen) mit 342 Windeneinsätzen ein Plus von zwölf Prozent. Die Flüge in der Dämmerung und Dunkelheit erhöhten sich mit 152 um rund fünf Prozent auf 2967. Solche Einsätze fliegen die Crews der Stationen in Senftenberg in Brandenburg, Greven in Westfalen, Sanderbusch in Niedersachsen und Mainz in Rheinland-Pfalz. Möglich sind solche hochanspruchsvollen Rettungseinsätze unter anderem durch spezielle Nachtsichtbrillen. Sie sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt.

Bei ihrer Arbeit können die Crews auf die modernsten Rettungshubschrauber der Typen H145 und H135 von Airbus Helicopters zurückgreifen. Mit ihnen wurden 2020 rund 3,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das sind rund 150.000 Kilometer weniger als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug unverändert rund 30 Minuten.

Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH, die ein Tochterunternehmen der gemeinnützigen ADAC Stiftung ist, fast 1300 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 600 Notärzte, 250 Notfallsanitäter (TC HEMS) und 150 Techniker. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten. Die Station „Christophorus Europa 3“ in Suben, Österreich, wird gemeinsam mit dem ÖAMTC Christophorus Flugrettungsverein, Wien, betrieben. Die ADAC Luftrettung fliegt mit Hubschrauber und Piloten hier nur im Winterhalbjahr – im Sommer der ÖAMTC.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Einsatzgründe 2020

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

Web: adac.de

Selbsttest zeigt, warum Menschen Singles sind

Hannover (ots) Dating-Plattform Gleichklang.de untersuchte die Gründe des Single-Daseins

Wieso sind Menschen Singles?

Diese Frage ließ die psychologische Dating-Plattform Gleichklang.de 1433 Mitglieder selbst beantworten.

Ursachen für Partnerlosigkeit liegen oft in der eigenen Person

An der Befragung beteiligten sich 702 Frauen, 721 Männer und 10 Personen mit non-binärem Geschlecht im Alter von 18 bis 84 Jahren (Durchschnittsalter 49,75).

Die Online-Befragung wurde durchgeführt durch den Diplom-Psychologen Guido F. Gebauer.

Aus den Ergebnissen der Umfrage entwickelte Gebauer einen Selbsttest, mit dessen Hilfe Singles herausfinden können, warum sie Single sind. Der Test wird kostenlos im psychologischen Testportal der Dating-Plattform angeboten.

10 Hauptursachen des Single-Daseins

Die Befragten bewerteten 71 mögliche Gründe für ihre Partnerlosigkeit auf einer vierstufigen Skala (nein, eher nein, eher ja, ja). Außerdem benannten die Befragten zuvor in einem freien Text von ihnen vermutete Ursachen.

Die Angaben zu den 71 möglichen Ursachen wurden statistisch ausgewert und auf eine geringere Anzahl an grundlegenden Ursachen reduziert. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden mit einer qualitativen Auswertung der freien Selbstschilderungen der Umfrageteilnehmer verglichen.

Statistisch ließen sich folgende 10 Hauptgründe für eine Partnerlosigkeit identifizieren:

– Zufall: „ist Zufall“, „hat sich nicht ergeben“, „gibt keinen besonderen Grund“Negative

– Vorerfahrungen und Befürchtungen: „kann nicht vertrauen“, „fürchte, verletzt zu werden“, „wurde betrogen“

– Hohe Ansprüche: „Kandidaten waren zu langweilig“, „Kandidaten sahen nicht gut aus“, „Kandidaten waren zu ungebildet“

– Gehemmtheit: „bin zu gehemmt“, „bin unattraktiv“, „bin nicht liebenswert“

– Zufriedenheit mit dem Single-Dasein: „bin als Single glücklich“, „vermisse nichts“, „brauche keine Partnerschaft“

– Andere Prioritäten: „möchte meine Aufmerksamkeit auf meine Kinder legen“, „es gibt genug zu tun“, „lege mehr Wert auf den Beruf“

– Fehlende romantische Gefühle: „entwickle keine Liebesgefühle“, „kann mich nicht verlieben“, „war von niemanden fasziniert“

– Barrieren und Hindernisse: „habe ein gesundheitliches Problem“, „habe ein Handicap“, „bin beruflich erfolglos“

– Sexuelle Schwierigkeiten oder Asexualität: „habe sexuelle Schwierigkeiten“, „ekele mich vor Sexualität“, „bin asexuell“

– Polygamer Wunsch nach unverbindlichem Sex: „möchte unverbindlichen Sex“, „möchte keine Beziehung mit sexueller Treue“, „möchte frei sein und flirten können“

In der qualitativen Analyse der Selbstschilderungen der Befragten fanden sich nach Gebauer jeweils mehrere Beispiele für jede der 10 in der statistischen Analyse identifizierten Ursachen.

Beide Analysemethoden führten zu ähnlichen Ergebnissen, was für die Robustheit der identifizierten 10 möglichen Ursachen für eine Partnerlosigkeit spreche.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Die erfragten Gründe wiesen keine relevanten Zusammenhänge zum Alter oder Bildungsstand der Befragten auf, zeigten aber einige statistisch signifikante Geschlechtsunterschiede:

Frauen gaben signifikant häufiger als Gründe für ihr Single-Dasein an:

– andere Prioritäten (Frauen: 55,3%, Männer: 39,5%)

– Befürchtungen und negative Erfahrungen (Frauen: 73,5%, Männer: 59,2%)

– hohe Ansprüche (Frauen: 60,0%, Männer: 45,6%)

– Zufriedenheit mit dem Singledasein (Frauen: 47,9%, Männer 35,8%) – fehlende romantische Gefühle (Frauen: 43,0%, Männer: 33,8%)

Männer gaben signifikant häufiger als Gründe für ihr Single-Dasein an:

– Barrieren und Hindernisse (Männer: 38,0%, Frauen: 23,2%)

– Gehemmtheit (Männer: 55,3%, Frauen: 39,5%)

– Polygamer Wunsch nach unverbindlichem Sex (Männer: 20,4 %, Frauen: 11,5%)

Keinen signifikanten Unterschied zwischen Frauen und Männern gab es bei der Häufigkeit der Nennung von Zufall (Frauen: 82,1%, Männer: 78,2%) und sexuelle Schwierigkeiten (Frauen: 19,1%, Männer: 21,9%).

Die Ergebnisse weisen nach Gebauer darauf hin, dass Frauen sich eher als Männer im Single-Dasein einrichten, andere Prioritäten entwickeln, besonders hohe Ansprüche für eine Partnerschaft stellen oder sich durch negative Erfahrungen in der Vergangenheit und dadurch bedingter Befürchtungen von einer neuen Beziehung abhalten lassen. Auch zweifelten Frauen häufiger an ihrer Fähigkeit, sich zu verlieben und romantische Gefühle zu entwickeln.

Hier zum Test:

https://gleichklang-studien.de/