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Änderung: Daniela Schick moderiert „SWR extra Zum Tode von Kardinal Lehmann“

Mainz (ots)Ein Streiter für den Dialog zwischen den Religionen gestorben SWR Intendant Peter Boudgoust würdigt Karl Kardinal Lehmann – Sondersendungen im SWR Fernsehen

Karl Kardinal Lehmann, ist am heutigen 11. März 2018 im Alter von 81 Jahren in Mainz verstorben. Aus diesem Anlass ändert der Südwestrundfunk (SWR) sein Programm. Zum Tod des ehemaligen Bischofs von Mainz und langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz äußert sich SWR Intendant Peter Boudgoust: „Mit Karl Lehmann ist ein Streiter für den Dialog zwischen den Religionen gestorben. Lehmann hat es sich nie einfach gemacht. Ein liberaler Katholik, der seine Kirche öffnen und bereit für die Zukunft machen wollte. Die Nähe zu den Gläubigen im Bistum war der Grund für seinen ausnahmslos guten Ruf, von dem auch im SWR häufig zu hören war. Lehmann war ein Katholik mit Profil. Mainz und seiner Geburtsstadt Sigmaringen wird er fehlen.“

SWR extra: Zum Tode von Kardinal Karl Lehmann Er war einer der bedeutendsten Bischöfe Deutschlands und doch immer volksnah: Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann. „SWR extra“ schaut zurück auf sein bewegtes Leben: seine Zeit als Mainzer Bischof und Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, sein Verhältnis zum Vatikan. Lehmann hatte viele Interessen. Er kümmerte sich längst nicht nur um Kirchenthemen, sondern war ein äußerst politischer Mensch und er mischte sich immer wieder gerne unters Volk, das ihn liebte. Das SWR Fernsehen blickt auf sein Leben und hat mit einstigen Weggefährten gesprochen. Die 30-minütige Sendung kommt live aus Mainz. Es moderiert Daniela Schick.

Das Geheimnis des Kardinals

In Deutschland war er bekannter als mancher Politiker und beliebter als mancher Fernsehstar. In Rom war er nicht immer so gern gesehen, denn er widersprach auch gerne einmal öffentlich einem „Römer“. Der frühere Mainzer Bischof, Karl Kardinal Lehmann, war bekannt und beliebt wie kein zweiter Bischof in Deutschland. Was war sein Geheimnis? Dieser Frage geht der Film von Ute-Beatrix Giebel nach.

Von 1983 bis 2016 leitete er das Bistum Mainz. Ungewöhnlich lange 21 Jahre war er der von seinen Kollegen gewählte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und erster Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. 2001 hatte ihn der damalige Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt. Karl Lehmann deutete dies als Würdigung seiner Lebensleistung, denn Mainz ist kein klassischer Kardinalssitz wie Berlin, Köln und München. Das Verhältnis zum Papst aus Polen war nicht immer frei von Spannungen. Jahrelang zog sich der Streit um die Schwangerenkonfliktberatung in Deutschland hin. Vergeblich hatte Bischof Lehmann versucht, Brücken zu bauen zwischen fortschrittlichen katholischen Laien in Deutschland, deutschem Recht und vatikanischen Vorstellungen. Das Ringen um Verständigung dauerte Jahre, doch die Unterschiede blieben unüberbrückbar. Nur eine Station im langen Wirken Lehmanns.

Der SWR-Film zeichnet das Leben des Kardinals von seiner Herkunft aus Sigmaringen, der Kindheit unter der Naziherrschaft und während des Krieges, den Studienjahren in Rom während der Zeit des großen Aufbruchs in der katholischen Kirche, dem Zweiten Vatikanischen Konzil, bis hin zu seinem Alltag im Mainzer Bischofshaus. „Das Geheimnis des Kardinals“ sucht nach dem Grund der großen Beliebtheit dieses Kirchenmannes in der Kirche und auch bei Kirchenfernen und porträtiert einen politischen wie kritischen Zeitgenossen, der von Freunden wie auch Kritikern hoch geachtet war und ist.

Auch die Radioprogramme berichten. Informationen auch auf https://www.swr.de/swraktuell/

Die Sendungen des SWR Fernsehens am Sonntag, 11. März 2018

15:40-15:45 Uhr – SWR extra „Zum Tode von Karl Kardinal Lehmann“ (SWR Fernsehen für RP und BW sowie SR)

15:45-16:30 Uhr – „Das Geheimnis des Kardinals“ (SWR Fernsehen für RP und BW SR)

18:45-19:15 Uhr – SWR extra „Zum Tode von Karl Kardinal Lehmann“ (SWR Fernsehen für RP und BW)

Der Hessische Rundfunk übernimmt „Das Geheimnis des Kardinals“ am späten Abend. Wiederholung im SWR Fernsehen am morgigen Montag, 12. März, ab 15:15 Uhr.


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