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Eurobike: Mobilitätsbudgets und mehr Service Branchenvertreter und Mobilitätsexperten diskutieren auf der Eurobike-Messe über die Zukunft des Dienstradleasings

Friedrichshafen (ots)Wie beim Leasing von Dienstautos werden für das Dienstfahrrad in Zukunft vor allem Zusatzleistungen und Servicepakete immer wichtiger.

Quellenangabe: „obs/Jobrad / Leaserad GmbH/Foto: EUROBIKE Friedrichshafen“

So lautet ein zentrales Ergebnis der Expertenrunde, die am Sonntag auf der Fahrradleitmesse Eurobike über Trends und Weiterentwicklung der rasant wachsenden Branche diskutierte. Intensiv thematisiert wurde auch das Konzept eines Mobilitätsbudgets, das perspektivisch immer mehr Arbeitgeber ihren Mitarbeitern als Alternative zum Firmenwagen zur Verfügung stellen und das den Trend zum Dienstrad zusätzlich verstärken dürfte.

Individuelles Mobilitätsbudget verstärkt Dienstrad-Trend

Viele Unternehmen spüren bereits heute den Mangel an Fachkräften. „Um im Wettstreit um qualifiziertes Personal zu punkten, können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern sogenannte Mobilitätsbudgets anbieten“, berichtete Gunter Glück, Fachreferent des Bundesverbands Mobilitätsmanagement e.V. Statt eines Dienstwagens erhalten die Angestellten einen monatlichen Betrag, der es ihnen ermöglicht, ihren Mobilitätsmix dem persönlichen Pendel- und Reiseverhalten entsprechend individuell zusammenzustellen. „Viele Mitarbeiter rufen nur einen Teil des Budgets für ein Dienstauto oder ÖPNV-Angebote ab und nutzen die eingesparten Mittel für ein Dienstrad oder Dienst-E-Bike zur beruflichen und privaten Nutzung, dass sie dank 1 %-Regel zudem vorteilhaft versteuern“, zeigte sich Glück davon überzeugt, dass das Dienstrad von der neuen Benefit-Variante profitieren wird.

Vier von fünf Arbeitgebern bezuschussen das Jobrad

Dass das Thema Dienstradleasing in Unternehmen einen immer höheren Stellenwert genießt, bestätigte auch JobRad-Geschäftsführer Ulrich Prediger: „Früher war es üblich, dass die Arbeitgeber den Mitarbeitern Diensträder zwar ermöglichten, die Unternehmen durfte es jedoch nichts kosten.“ Das habe sich mittlerweile geändert. „Bei JobRad bezuschussen mehr als 80 Prozent der Arbeitgeber das Leasingmodell, zum Beispiel indem sie einen Teil der Leasingrate oder Kosten für Service-Optionen wie Inspektion oder FullService übernehmen.“

Die Weber Automotive GmbH trägt beispielsweise die Kosten für die Versicherung der Diensträder. „Von unseren über 450 Mitarbeitern nutzen inzwischen fast 80 das Jobrad regelmäßig als Alternative zum Auto“, so Carmen Amann, Assistentin der Geschäftsführung des Automobilzulieferers. „Dass wir als Arbeitgeber einen Teil der Kosten übernehmen, motiviert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich, aufs Jobrad umzusteigen.“

Steigende Nachfrage nach Serviceleistungen zum Dienstrad

Der Service rund ums Dienstrad zählt für viele Mitarbeiter inzwischen zu den Hauptgründen für Dienstradleasing. „Jobradler fragen diesen immer häufiger nach“, so Prediger. Davon profitiere auch der Fahrrad-Fachhandel, berichtete Markus Blust, Geschäftsführer der Fahrradcenter Singer GmbH & Co. KG. Dienstradberechtigte Kunden entschieden sich meist für sehr hochwertige und demensprechend hochpreisige Räder. „Dienstradleasing macht bei uns mittlerweile 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus“, so der Fachhändler.

Die Teilnehmer der von der Fahrradjournalistin Andrea Reidl moderierten Gesprächsrunde waren sich einig: Der Trend zu mehr Service wird auch in Zukunft die Entwicklung der jungen Branche weiter prägen. Schon jetzt ließen sich zunehmend Parallelen zum Autoleasing erkennen, wo umfassende Serviceprogramme längst Standard seien. Ulrich Prediger: „Mit Angeboten wie dem FullService, der neben jährlichen Inspektionen auch Verschleißreparaturen umfasst, entwickelt sich JobRad immer mehr vom reinen Leasinganbieter zum All-inclusive-Dienstleister für Radmobilität in Unternehmen.“

Web: www.jobrad.org


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